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REISEBERICHT SCHOTTLAND
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Jedburgh

 


Edinburgh

 


Old Bridge - Stirling

 


Blair Castle

 


Dunnottar Castle

 


Glen Grant Distillery

 


Urquart Castle - Loch Ness

 


Strand beim Dunrobin Castle

 


Dunnet Head

 


Ben Hope

 


Trotternish - Isle of Skye

 


Dunollie Castle - Oban

 


Culzean Castle

Tag 1   Anreise - Rotterdam
Anreise nach Rotterdam. Das Wetter wird zunehmend schlechter. Es nieselt und es ist kalt. Drei Wochen im Zelt stehen uns bevor, mir wird flau. Wir warten an der Fähre.
Die Abfahrtszeit verschiebt sich um fast drei Stunden, da man beim ersten Versuch auszuparken irgendwo angeeckt ist. Nun wird erst mal gecheckt, ob wir noch ganz dicht sind. Die See ist unruhig. Während des Abendprogramm hangeln wir uns von Haltegriff zu Haltegriff. Wir haben unsere Schlafsäcke mit in den Schlafraum genommen und lassen uns nun, von ihnen eingehüllt, in die Sessel fallen.

Tag 2   Hull - Edinburgh
Die Nacht war stürmisch, aber wir haben sie gut überstanden. Wir sichten Land, eine zweite Fähre ist von Belgien gekommen. LINKSVERKEHR! Bei schönstem Wetter fahren wir nach Norden. Wir überqueren die Linie des Hadrian's Wall und legen in Jedburgh eine Pause ein. Edinburgh - die Hauptstadt Schottlands. Im nahe gelegenen Musselburgh finden wir unseren ersten Zeltplatz. Die Nacht wird frisch.
Tag 3   Edinburgh
Mit den Rädern fahren wir nach Edinburgh. Im kleinsten Gang quälen wir uns auf einen Berg des Holyrood Park - Arthur's Seat. Von hier oben können wir uns super orientieren, Edinburgh liegt zu unseren Füßen. Ein Schuß ertönt - es ist die Ein-Uhr-Kanone. Die geizigen Schotten schießen ein Uhr, weil sie zwölf Uhr zwölfmal mehr Pulver bräuchten. Wir sehen uns die Stadt an: Holyrood Palace, Royal Mile, Castle und fahren auf den Calton Hill. Zu vielen Gebäuden gibt es interessante Geschichten, teils auch schaurige. Da werden Betrüger am Ohr angenagelt, Leichen produziert und an die Universität verkauft, Henker überlistet. Für heute reicht uns das Gesehene, wir fahren zum Zeltplatz zurück.
Tag 4   Edinburgh - Aberfeldy
Wir reisen ab, fahren aber noch einmal nach Edinburgh rein und sehen uns das Castle an. Man kann eine ganze Weile in ihm verbringen, es gibt viel zu sehen. Im Gefängnis steht zum Beispiel die berühmt berüchtigte 100kg schwere MonsMeg-Kanone. Die ist so groß, das sich schon Liebespaare darin vergnügt haben sollen. Sie hatte aber einen kleinen Nachteil. Durch ihr großes Gewicht kam sie oftmals erst am Ort des Geschehens an, wenn der Kampf schon vorbei war.
Wir fahren nach Sterlin weiter, vorbei an der Firth of Forth Bridge. Zuvor führt uns ein Abstecher in den hübschen Ort Culross. Auch in Sterling sehen wir uns den Ort und das Castle an. Hier wurde die 9 Monate alte Maria Stuart zur schottischen Königin gekrönt. Wir fahren nordwärts, über Crieff nach Aberfeldy am River Tay.

Tag 5   Aberfeldy - Braemar
Wir frühstücken, zusammen mit dreißig Enten auf dem Zeltplatz. Danach drehen wir mit den Rädern, von Kenmore aus, eine Runde am Loch Tay. Durch den Tummel Forest Park fahren wir, am Blair Castle vorbei, nach Pitlochry und spazieren dort zur Lachstreppe an der Staumauer. Auf der A93 fahren wir weiter nach Norden, nach Braemar.
Tag 6   Braemar - Aberdeen
Schon wieder Enten beim Frühstück! Im Anschluß drehen wir mit den Rädern eine Runde durchs Tal des River Dee. mit dem Wagen fahren wir in Richtung Aberdeen weiter, biegen aber kurz zuvor nach Stonehaven ab. Am Rand der Steilküste steht das Dunnottar Castle - impossant und fotogen. Bis zur Einführung der Feuerwaffen hielt es jeder Belagerung stand. kurz vor Aberdeen finden wir einen Zeltplatz.
Tag 7   Aberdeen - Inverness
Am Vormittag besichtigten wir die drittgrößte Stadt Schottlands - Aberdeen. Wir sahen das Zentrum, den Hafen, die Industrieanlagen und waren etwas entäuscht. "Durch das Öl in der Nordsee ist Aberdeen Anfang der siebziger Jahre zum britischen Dallas geworden. Wer länger bleibt, wird die Stadt liebgewinnen", schreibt der Reiseführer. So viel Zeit gönnten wir uns aber nicht und fuhren weiter.
Das nächste Ziel ist auch für Nichttrinker interressant. Wir befinden uns auf dem Whisky-Trail bei Dufftown. Hier im Tal des River Spey haben sich einige der bekanntesten schottischen Distillerien angesiedelt. In der Speyside Cooperage bei Craigellachie bekommen wir alles über die aufwendige Faßherstellung gezeigt und können den Arbeitern über die Schultern schauen. Ein paar Kilometer weiter, auf dem Hof der Glen Grant Distillery ließen wir uns die Prozente um die Nase wehen und werfen ein paar Blicke in die Produktionshallen, mit ihren kupfernen Kesseln und Armaturen. Weiterfahrt über Elgin und Nairn nach Inverness. Nach einem gemütlichen Stadtbummel suchten wir uns einen Zeltplatz gleich in der Nähe, am River Ness Canal.

Tag 8   Inverness - Thurso
Heute ist Ungeheuersuche angesagt. Während der Fahrt entlang dem nördlichen Ufer von Loch Ness, schweift der Blick fast ununterbrochen über die Wasseroberfläche. Dem Rummel um Nessie kann man sich eben nicht entziehen. Am Urquart Castle werden Unmengen von Bustouristen abgesetzt, was uns beizeiten flüchten läßt. Für viele Reiseunternehmen ist hier schon der nördliche Wendekreis. Nach Edinburgh, Glasgow und dem Loch Ness hat man Schottland doch gesehen, oder etwa nicht!? Uns zieht es weiter in den Norden und so fahren wir über Dingwall nach Tain.  Weil die Landschaft so schön ist, verlassen wir die A9 und fahren bis Lairg weiter. Am Loch Fleet treffen wir wieder auf die Küste. Das Dunrobin Castle schauen wir uns nur von außen an und gehen stattdessen lieber in seinem schönen Garten spazieren. Auf dem Weg nach Thurso halten wir am Ruinendorf Bad Bea. Von der an der Steilküste gelegenen Siedlung ist nicht mehr viel übrig. Damals haben die Bewohner ihre Haustiere und Kinder (!) wegen der rauen Winde an Pflöcken festgebunden. Der Rest unserer Fahrt führt über ein Hochplateau - Heidekraut soweit das Auge reicht, ab und zu vereinzelte Crofts, verlassen und verfallen. Wir fahren nach Thurso weiter und finden einen schönen Zeltplatz oberhalb der Steilküste. 
Tag 9   Thurso
Heute bleiben wir hier in der Gegend, ein Ruhetag sozusagen. Auf dem Rad begeben wir uns zum Dunnet Heat, einem der nördlichsten Punkte vom schottischen Festland. In Sichtweite befinden sich Orkney Islands. Die Insel Hoy ist greifbar nahe. Wir pausieren am Leuchtturm. Er ist nicht der erste hier, Stürme und Unwetter haben schon einen geschluckt. Selbst in 105 m Höhe zerschlugen die Wellen und aufgewirbelten Steine die Fensterscheiben. Nebelhörner waren nach unruhigen Nächten auch einfach mal nicht mehr da. Auf dem Rückweg halten wir am Flagstone Trail - ein Lehrpfad, der den Steinabbau in der Gegend erläutert.
Tag 10   Thurso - Durness
Wir reisen ab und ziehen nach Westen weiter. Bei Bettyhill zweigen wir, der Landschaft wegen, in das Landesinnere ab und queren bei Altnaharra die A836. zur Abwechslung möchten wir auch mal auf einen Berg hinauf. Wir starten die Tour zum Ben Hope (927m), denn die ist einfach beschrieben. Nach zweieinhalb Stunden anstrengenden Aufstieg sind wir oben. Der Blick ins Land und zur Küste ist fantastisch. Nach weiteren zweieinhalb Stunden kommen wir wieder am Auto an und sind kaputt. Vielleicht hätten wir mehr mitnehmen sollen, als die beiden Äpfel und die Flasche Wasser. Ab Laid herrscht dichter Nebel, mit Sicht fast Null. Wir zelten in Durness. Immer noch Nebel.
Tag 11   Durness - Gairloch
Wir fahren zur Westküste weiter und sehen uns das Ardvreck Castle an. In Ullapool bleiben wir am Hafen hängen. Heringe, Makrelen und Garnelen werden von den Booten in Lastwagen umgeladen.Die Reste werden von Möwen und Robben dankbar angenommen. InGairloch stellen wir unser Zelt auf, mit Blick über die Bucht.
Tag 12   Gairloch - Staffin/Isle Skye
Loch Maree - Wir unternehmen eine kleine Wanderung. In Achnasheen biegen wir wieder in Richtung Küste ab. In Kyle of Lochalsh zweigen wir auf die Insel Skye ab. Portree ist uns einen kurzen Rundgang wert - bunte Häuschen und Fischerboote. Wir verstehen kein Wort mehr, man spricht Gälisch. Auf dem Weg nach Staffin fahren wir am 50m hohen Old Man of Storr vorbei und halten kurz am Kilt Rock.
Tag 13  
Staffin/Isle Skye - Oban
Von Brogaig führt ein kleines, steiles Sträßchen durch das Quiraing Massiv nach Uig. Dort fahren wir nochmal nach Norden und besuchen das Skye Museum in Kilmuir. In mehreren original und komplett eingerichteten Bauernhäusern kann man in die alte Zeit eintauchen. Bei Dunvegan, im Nordwesten der Insel, besichtigen wir das Castle. Robben aalen sich auf kleinen Inseln in der Bucht. Hochinteressant ist das kleine Museum, das die Geschichte vom 2,33m großen Angus Mac Askill erzählt. Wir verlassen die Insel, aber nicht bevor wir noch einen Blick in die Cuillin Hills geworfen haben. Am Eilean Donan Castle halten wir schon wieder, bekannt ist es, weil hier der Highlander mit Herrn Lambert gedreht wurde. Noch vor Fort William halten wir an Neptune's Staircase - acht aufeinander folgende Schleusen und eine drehbare Straßenbrücke sorgen für die Überwindung von 20m Höhenunterschied im Caledonien  Canal. Ganz in der Nähe ist Schottlands höchster Berg, der 1343m hohe Ben Navis. Ankunft in Oban.
Tag 14   Oban - Succoth/Loch Long
Am Ortseingang von Oban befindet sich die Ruine vom Dunollie Castel. Viel ist nicht mehr übrig, aber der Blick auf den Sound of Kerrera lohnt sich. In Oban findet gerade das Seafoodfestival statt. Auf großen Tischen, mit Bergen von Trockeneis, sind allerlei  Meeresbewohner ausgebreitet. Da hat sich doch was bewegt! Der Fisch hat gezwinkert! Aber die Krabben leben wirklich noch. Ab Kilchrenan fahren am Loch Awe entlang, durch Newyork, nach Kilmartin. Hier stehen ein paar steinzeitliche Anlagen herum. Das planmäßig angelegte Inveraray ist da schon sehenswerter, elegante Architektur, eine zweiteilige Kirche und ein Castle. Einen zeltplatz finden wir am Loch Long.
Tag 15   Succoth/Loch Long
Ruhetag. Regentag. Wie lesen, schauen den Anglern zu, spazieren am Wasser entlang und lesen wieder.
Tag 16   Succoth/Loch Long - Glasgow
Am Loch Lomond entlang, fahren wir nach Glasgow. Bei der Fahrt in einem Sightseeingbus verschaffen wir uns einen ersten Eindruck. danach gingen wir ein Stück zu Fuß durch die Innenstadt und besuchten das tolle Museum of Transport.
Tag 17   Glasgow - Culzean Castle
Im Green Park Glasgow gehen wir eine Runde spazieren. Danach fahren wir noch einmal in die Innenstadt und gehen bummeln. Über Kilmarnock und Ayr fahren wir zum Culzean Castle und schlagen unser Zelt in unmittelbarer Nachbarschaft auf.
Tag 18   Culzean Castle - Brampton
Besichtigung des Castle. In jedem Zimmer liegen Erläuterungen in verschiedenen Sprachen bereit. Die Räume sind noch voll möbliert. Quer durch den Galloway Forest Park fahren wir nach Dumfries und sehen uns dort das Caerlaverrock Castle an, eine Wasserburg. In Brampton schlagen wir unser Zelt auf. Hadrian's Wall ist ganz in der Nähe.
Tag 19   Brampton - York
Besichtigung des Walls. Kaiser Hadrian hat mit ihm die Provinz Britannien vor den Barbaren im Norden geschützt. Fahrt nach York, Zelt aufbauen und Stadtrundfahrt mit den Rädern.
Tag 20  York - Hull
Noch mal ein kleiner Stadtrundgang und Besuch des Castle-Museums. Fahrt nach Hull, zur Fähre.
Tag 20   Rotterdam - Gera
Die Überfahrt war ruhig. In Rotterdam drehen wir eine Runde mit den Rädern. Anka kennt die Stadt noch nicht, ich war schon einmal hier. Es ist schweinekalt - bei so einem Wetter möchte ich nicht in den Urlaub fahren. Heimfahrt nach Gera.
Zu Hause erfahren wir, das der Fährbetrieb nach der Überfahrt zu Urlaubsbeginn wegen schlechtem Wetter vorrübergehend eingestellt worden war. Man hatte damit gerechnet, das auch wir nicht mehr auf die Insel kommen. In Deutschland hat es drei Wochen geregnet. 
Wenn Engel reisen ....


Palace Holyrood

 


Edinburg Castle

 


Loch Tay

 


Linn of Dee

 


Dunnottar Castle

 


Highlandrind

 


Dunrobin Castle

 


Telefonzelle in den Highlands

 


Dun Dornaigil Broch

 


Ullapool

 


Eilean Donan Castle

 


Glasgow

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